CASE STUDY STEEL HOUSE | SYSTEM HS

Wohnen und Gewerbe, Neubau, Studienauftrag mit Präqualifikation, ZHAW und SZS, Windisch 2016–2017 | Folgestudie NEST Dübendorf + SBB, Zürich 2017–2020 | Folgestudie Halter AG, Attisholz-Areal Solothurn 2021
Team: Prof. Dr. Joseph Schwartz, RSP Bauphysik, Institut für Gebäudetechnik und Energie HSLU, Jansen AG u.a.; Fotografie: Philip Heckhausen

Die Auseinandersetzung mit Stahl im Wohnungsbau im Rahmen eines Studienauftrages und zwei Folgestudien führt zu einer Neuinterpretation des Systemgedankens. Ein filigranes Stahlgerüst nimmt die raumbildenden Elemente wie Böden, Decken und Wände auf. Anstelle einer festen Raumeinteilung tritt ein frei nutzbares Volumen, dessen Universalität durch die ungerichtete Form der Würfel unterstützt wird. Es lädt Eigentümerschaften ein zu neuen Miet- oder Leasingmodellen und Nutzenden zu einer neuen Form der Shared Economy. Zusammenschaltbare Raumabfolgen, Transparenzen und Überlagerungen bieten eine Mehrfachlesbarkeit der Räume an und so auch undogmatischen Nutzungsformen Platz. Durch Stecken, Klemmen und Schieben wird der Raum den verändernden Bedürfnissen entsprechend immer wieder neu gestaltet und das Haus zum Stimulator – im gestalterischen, wie auch im gesellschaftlichen Sinne. Menschen können vor Ort bleiben, auch wenn sich ihr Arbeits- respektive Lebensmodell wandelt, in dem der Raumverbrauch entsprechend reduziert wird. Entworfen wurde kein Endzustand, sondern ein Baukasten mit Anweisungen. Mittels eines Digitalen Zwillings, in Zusammenarbeit mit der SBB, Halter und FHNW entwickelt, sind das physische und digitale Abbild stets synchron. Das Gebäude wird zur Datenbank der Umgestaltung und Wiederverwendung.