DIE HÜTTE

 

Nur eine schmale, serpentinenreiche Bergstrasse führt auf die 2100 Meter hoch gelegene Lauchernalp. Dort oben befindet sich die Hütte – ein Neubau, der ein gedanklicher Umbau eines früheren Bauprojekts ist, mit gegebenem Rahmenwerk für Volumetrie und Fassade. Hinter der rohen äusseren Verkleidung, welche die Hütte in eine von der Natur geprägte Umgebung eingliedert, verbirgt sich ein auf menschlichen Proportionen beruhendes Inneres, das sich durch helle, glatte Materialien ohne jegliche Profilierung vom äusseren Erscheinungsbild unterscheidet. Das wird als Ganzes betrachtet. Jeder einzelne Raum ist jedoch selbstreferenziell, folgt eigenen Symmetrien und Fluchten. Alles ist entworfen: Eine Abgrenzung zwischen klassischen architektonischen Elementen und Innenausbauten gibt es nicht. Das Thema der Überlagerung und Verschneidung steht im Vordergrund. Aus einer Tür entwickelt sich ein Schrank, der gleichzeitig Wand ist und zur Fensteröffnung wird. Farbigkeit und Materialität schaffen neue Hierarchien. Neben der spezifischen Aussicht durch die innerhalb des Rahmenwerks gezielt neu gesetzten Fensteröffnungen, wird die Tür zum Pendant für das innenliegende Gegenüber. Geöffnete Türen ermöglichen nicht nur die Einsicht in die aneinanderstossenden Realitäten der Räume, sondern auch die grösstmögliche Weitsicht. Trotz seiner geringen Grösse wirkt das Haus durch die Verlängerung von Fluchten von gegenüberliegenden Räumen grosszügig. Gesteigert wird diese Wahrnehmung durch die innere Organisation der Hütte. Vergleichbar mit einem Schneckenhaus folgt sie der Choreographie der Spirale, an dessen Anfang und Ende der scheinbar unendlich alpine Raum steht. Die gegenläufige Schneckenlinie führt jedoch nicht wieder nach Aussen, sondern in den innersten Bereich des Hauses. Der Arbeit liegt eine kritische Auseinandersetzung mit der Thematik der minimalen Behausung in der Natur zugrunde, welche Teil der Forschungsarbeit Schneckenhaus & Wohnmaschine ist.

 

Beteiligte: Ritler & Bellwald Bau-GmbH [Bauunternehmer], Schreinerei Pletzenauer [Innenausbauten Holz], Lukas Murer [Fotografie] u.a.

Urheberrechte: Katharina Ehrenklau

Die Hütte – Architektur – ATELIER EH – Atelier Ehrenklau Hemmerling – Katharina Ehrenklau – Julia Hemmerling – Lukas Murer
Die Hütte – Architektur – ATELIER EH – Atelier Ehrenklau Hemmerling – Katharina Ehrenklau – Julia Hemmerling – Lukas Murer

Die Hütte – Architektur – ATELIER EH – Atelier Ehrenklau Hemmerling – Katharina Ehrenklau – Julia Hemmerling – Lukas Murer
Raumorganisation

Prinzip der Rahmung

OBJEKT

DIE BOX

Die Hütte – Architektur – ATELIER EH – Atelier Ehrenklau Hemmerling – Katharina Ehrenklau – Julia Hemmerling – Lukas Murer
Proportionalität
Die Hütte – Architektur – ATELIER EH – Atelier Ehrenklau Hemmerling – Katharina Ehrenklau – Julia Hemmerling

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Symmetrien und Achsen
Die Hütte – Architektur – ATELIER EH – Atelier Ehrenklau Hemmerling – Katharina Ehrenklau – Julia Hemmerling

Legende A| Wintereingang B| grosser Flur C| Arbeitszimmer D| Schlafzimmer E| grosses Bad F| Haustechnik G| Abstellraum warm H| Abstellraum kalt I| Treppenhaus J| SommereingangK| kleiner Flur L| Gästezimmer M| kleines Bad N| Küche O| Wohnzimmer P| Esszimmer Q| Leiter Dachzimmer

Überlagerung und Hierarchisierung

Die Hütte – Architektur – ATELIER EH – Atelier Ehrenklau Hemmerling – Katharina Ehrenklau – Julia Hemmerling

Die Hütte – Architektur – ATELIER EH – Atelier Ehrenklau Hemmerling – Katharina Ehrenklau – Julia Hemmerling
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Die Hütte – Architektur – ATELIER EH – Atelier Ehrenklau Hemmerling – Katharina Ehrenklau – Julia Hemmerling – Lukas Murer
Geschlossen- und Offenheit
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Innen und Aussen

 

 

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